Ist der Weg wirklich das Ziel?
Diesen Ausspruch hört man in Kreisen von Geocachern ja immer wieder. Insbesondere gegenüber den Medien wird damit zum Ausdruck gebracht, dass gar nicht die Schatzsuche so wichtig ist, sondern vielmehr der Spaziergang, das Wandern durch die Natur.
Aber stimmt das wirklich?
Gestern ging es mir wieder so. Ich war auf dem Weg zu einen Cache, als mir dieser Spruch in den Sinn kam. Und eigentlich habe ich mich dabei erwischt, wie ich mir im Kopf selber widersprach. Ich taufte den Spruch daher innerlich in “Der Cache ist das Ziel und der Weg auch ganz nett!” um. Und das trifft es irgendwie eher.
Natürlich freue ich mich, wenn ich an einem Tag viele Caches gefunden hab. Dabei reicht mir aber die Feststellung, dass es sich gelohnt hat, vom Aufwand und von den Kosten her (Preis-Leistungs-Verhältnis).
Caches, für die ein längerer Anmarsch erforderlich ist, meide ich nicht zwangsläufig. Ich bin nicht gehfaul, aber es sollte sich auch hier lohnen. Und die Belohnung könnte in der Tat ein schöner Spaziergang, ein schöner Ort, eine schöne Dose oder aber auch einfach nur die “leere” Landkarte zum Abschluß sein.
Aber ich frage mich ganz ehrlich: wenn wirklich der Weg das Ziel wäre, warum schaffe ich es denn dann nicht, ohne Dose so einen Marsch zu machen? Bevor ich mit dem Cachen anfing, war ich kaum zu motivieren, einen Spaziergang zu machen. Und jetzt gehe ich kilometerweit ohne Murren und Knurren durch Wald und Flur, zeitweise sogar in stockdunkler Nacht.
Also halte ich für mich fest: der Spruch ist falsch, der Weg kann gar nicht das Ziel sein.
Der Cache ist das Ziel und der Weg ist auch ganz nett.

Was hältst du denn davon? “Das Ziel ist, sich für den Weg zu motivieren.”
Bei mir ist es schon oft so, dass als schöne Erinnerung gerade der Weg bleibt, besonders wenn der Cache zum Schluss Baumwurzel- oder Filmdosenstandard ist.
Gruß Heiko