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Wirkt es? Oder ist das mein Problem?

Eine komische Zeit ist es doch gerade. Da hatte ich mir doch am Samstag tatsächlich vorgenommen, einen Cache zu legen. Die (Micro)-Filmdose wurde bereits präpariert, mit Tarn-Material der Umgebung angepasst und mit Magnet versehen. Also schon etwas aufwändiger. Dann fuhr ich zum potentiellen Cache-Versteck, befestigte die Dose an der geeigneten Position. Gutes Versteck, der Cache würde wohl nur schwer von Muggels zu entdecken sein.

Ich nahm dann meinen GPSr aus der Tasche, um die Koordinaten zu ermitteln. Und während ich dann auf den Satelliten-Fix wartete, arbeitete es in meinem Hirn. Schlußendlich schaltete ich den GPSr wieder aus, nahm meine Dose und fuhr nach Hause.

Warum habe ich diese Dose nicht gelegt? Sicherlich war es nur ein Micro (in diesen schweren Zeiten), aber sie war originell getarnt und nicht lieblos in die Landschaft geworfen. Aber dennoch: meine Ansprüche an mich selber sind gewachsen. Das ist natürlich schön, aber macht die Sache nicht einfacher.

Sonntag war ich im Wald und wollte Vorbereitungen für einen Kurz-Nachtcache treffen. Hoch motiviert und voller Elan zog ich dann also meine Kreise durch den Wald, zeichnete den Track auf und machte Fotos, um später am Rechner die genaue Planung zu machen.

Nach einer Stunde Marsch stellte sich dann aber auch hier wieder eine innere Unzufriedenheit ein. Irgendwie war das alles nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Versteckmöglichkeiten gab es zwar genug, aber dieser Hochsitz und wenn der Jäger abends … Ich redete mir also selber den Wald schlecht.

Ich will unbedingt wieder einen schönen Cache legen, habe Ideen bis zum Abwinken und die Dosen stapeln sich zu Hause – aber die Bedenken überwiegen, was ist bloß los? Ist es doch der Vitamin-D3-Mangel durch die mangelnden Sonnenstrahlen? Oder sind die Ansprüche der Geocacher-Gemeinde gestiegen (Stichwort: Micro-Hasserei und Qualitätsoffensive) oder sind es vielleicht doch tatsächlich nur meine Ansprüche?


Allgemein
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  1. 5. Februar 2008, 13:45 | #1

    Geht mir ganz genauso. Aber schon immer. Deshalb habe ich auch erst 15 gelegt. Früher war das mal so, dass man schon fast schräg angeguckt wurde, wenn man SO ein “Missverhältnis” zwischen gelegten und gefundenen Caches hatte, aber mittlerweile bin ich froh über manchen Cache, den ich NICHT gelegt hatte – trotz gar nicht mal so schlechten Ideen dafür.
    Andererseits sollte man auch nicht versuchen, um jeden Preis immer originell sein zu wollen. Ein solider Tradi oder Multi hat immer noch seinen Wert.

  2. 5. Februar 2008, 15:30 | #2

    Ich musste für mich feststellen, dass ich einfach keine Zeit mehr übrig habe, um Caches so zu verstecken, dass sie einen Wow!-Effekt haben. Ich werde sicher noch ein paar schöne Orte für solide Traditionals finden und vielleicht auch noch den einen oder anderen Mikro auswerfen, aber echte Überraschungen werde ich der Cachergemeinde wohl kaum bieten. Aber wie ksmichel sagt, solide Tradis sind auch was wert, wer will schon immer nur Schlagsahne…

    Es wäre echt doof, wenn jetzt alle an ihren Ansprüchen scheiterten ;-) Insofern: Raus mit dem getarnten Mikro!

  3. Annett
    5. Februar 2008, 21:48 | #3

    Whow-Effekt-Caches sind natürlich klasse, aber für mich sind sie wie das Salz in der Suppe: zuviel ist nicht gut ;-) Dann nämlich würden sich die Ansprüche ja noch weiter hochschrauben, gemessen an den vielen Whow-Caches, und so wäre immer höher, weiter, schneller, etc. pp. doch die Folge. Für mich zählt in erster Linie der Ort (schöner Wald, spannender Lost Place, urban mit Atmosphäre, sowas in der Art). Die Dosengröße ist nicht entscheidend, das Versteck natürlich schon. Ein basteliges Mimikry, mit der Umgebung verschmelzendes Versteck ist schon klasse, aber es reicht auch ein solide versteckter normaler Cache, groß oder klein. Wichtig ist nur, dass man sich Gedanken macht, wo die Dose platziert werden soll, und sie nicht lieblos in die Gegend feuert. In diesem Sinne …

  1. 7. Februar 2008, 01:54 | #1