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Geben ist seliger denn Nehmen

Als ich mit dem Cachen anfing, dauerte es ja nicht lange und der Wunsch kam in mir auf, ebenfalls einen Cache zu verstecken. Das habe ich dann auch schnell umgesetzt, der Cache wurde gut angenommen.

Aber je länger ich dabei war, überlegte ich mir, wieviele Caches ich legen müsste, um mich für die Caches, die ich bereits gefunden hatte, zu revanchieren. Ziel war eine Win-Win-Situation – jede Partei sollte ja etwas davon haben. Ich versuchte also für mich ein Verhältnis zwischen gefundenen und gelegten Caches zu entwickeln. Wichtig war natürlich, dass dieses Verhältnis ausgewogen sein sollte.

Ich bastelte an Zahlenspielereien – lege ich für 10 gefundene Caches einen eigenen oder doch lieber erst für 25 neue Caches? Dann half mir irgendwann der Zufall – oder eigentlich war es vorherbestimmt. Nach etwa einem halben Jahr Cache-Erfahrung wurde ich “professioneller” und benutzte die GSAK-Software.

Hierfür gibt es eine Vielzahl von Makros, die das Spektrum der möglichen Anwendungen deutlich erhöhen. Eines der “Must-Have”-Makros ist FindStatGen, eine Erweiterung, die neben einer Vielzahl anderer Statistiken auch die gefundenen (und optional auch die gelegten Caches) auswertet. Und dort gab es eine Zahl, die mich begeisterte. Sie wird unscheinbar mit dem Titel “Caching Karma” bezeichnet. FindStatGen berechnet eine Quote zwischen den Caches, die ich gefunden habe und meinen eigenen Caches, die von anderen Geocachern gefunden wurden.

Caching_KarmaMein Ziel soll also künftig sein, mein “Caching Karma” immer über 1 – besser sogar über 2 zu halten (es sollten also meine Caches mehr gefunden werden, als ich gefunden habe). Im Moment stehe ich über 2, das beruhigt. So habe ich kein schlechtes Gewissen, die Geocacher-Gemeinde “auszunutzen” …


Allgemein, Software
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  1. 8. Februar 2008, 10:08 | #1

    Das Caching-Karma finde ich arg unglücklich. Denn es verführt eher dazu, leichte Tradis zu legen (-> hohe Fundzahlen -> besseres Karma). Genau diese Begründung habe ich auch schon von befreundeten Cachern für gelegte Caches an so tollen Plätzen wie einem Supermark und einer Kirche gehört.
    Die Idee an sich, auch etwas an die Cacher zurück zu geben, ist natürlich lobenswert, und Kiel hat mich ja auch schon mit sehr schönen Touren verwöhnt.

  2. 8. Februar 2008, 11:14 | #2

    Naja, ich lege ja keine Caches, um ein hohes “Caching Karma” (blöde Bezeichnung übrigens) zu erhalten. Mir geht es doch darum, mindestens soviel zu geben, wie ich mir auch nehme.

    Natürlich könnte die Gefahr gegeben sein, dass Owner leichte Tradis legen, um das Verhältnis wieder gerade zu biegen. Da aber das “Karma” als Statistikpunkt so gut wie keine Bedeutung hat (die Funde zählen!!), glaube ich kaum, dass deswegen leichte Tradis gelegt werden.

    Und diejenigen, die leichte Tradis legen, machen es auch so, mit oder ohne Beachtung des “Karma”. Ich behaupte mal, dass “echte Statistikcacher” gar keine Zeit und oder Lust haben, Caches zu legen oder sogar auf eine gute Quote zu achten.

  1. 7. Mai 2008, 23:26 | #1
  2. 15. August 2008, 23:43 | #2