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Bombenstimmung auch in Schleswig-Holstein

Bombe, Quelle: stock.xchngEs haben ja bereits einige Geocaches für einen Bombenalarm bei den Sicherheitsbehörden gesorgt. In jüngster Vergangenheit sind hier die vermeintlichen “Bomben”funde in London sowie an der Autobahn 3 nördlich von Nürnberg durch die Presse gegangen. In Schleswig-Holstein ist es bisher nicht zu einem derartigen “Bombenalarm” gekommen. Nun ist aber in Lübeck eine Bombenattrappe aufgetaucht, die genauso gut ein Geocache hätte sein können.

Bisher hatten Geocacher in Schleswig-Holstein meines Wissens nur Kontakte zur Polizei, die sich dann auf eine Personenkontrolle beschränkten oder aber einen Suizidversuch vermuteten.

Unlängst hatte erst Mystphi bei einer Cache-Wartung die Aufmerksamkeit zweier Polizisten auf sich gezogen. In dem sich anschließenden Gespräch wurde dann deutlich, dass die Beamten durchaus Verständnis für diese Art von Hobby hatten. Aber auch wenn dies nur die Meinung dieser Ordnungshüter waren, so kann man davon ausgehen, dass es durchaus sinnvoll ist, Geocaches bereits von außen als solche kenntlich zu machen.

Selbst wenn Beamte beim Auffinden eines solchen Gegenstandes misstrauisch werden sollten, so sollte sich die Situation doch schnell aufklären lassen, wenn bereits von außen erkennbar ist, dass es sich um einen Geocache handelt.

Von einer Beschriftung “Dies ist keine Bombe” sollte aber Abstand genommen werden, denn was passiert, wenn nur die Aufschrift “Bombe” zu lesen ist, weil der Rest verd(r)eckt ist?

(Wahrscheinlich lande ich jetzt – in Zeiten von Schäuble 2.0 – in der Terroristendatenbank des BKA, weil in diesem Artikel (inkl. Überschrift) achtmal der Begriff “Bombe” auftaucht.)


Allgemein, Lübeck
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  1. Naturekid
    21. April 2008, 12:34 | #1

    Hi,

    aber es könnte dann ja auch “Missbraucht” werden, eine echte Bombe, als Geocache zu tarnen, oder?

    Insofern, ist es nicht ganz einfach, dieses Thema.

    Gruß,
    JOerg

  2. 21. April 2008, 12:37 | #2

    Ja, könnte man.

    Du kannst aber auch ohne Probleme Bomben legen, ohne dass sie erkannt werden. Insofern schon albern. Warum sollte jemand eine Bombe als Geocache tarnen? ;-)

  3. Mystphi
    21. April 2008, 17:43 | #3

    Moin,

    eine Aufschrift, in welcher das Wort “Bombe” vorkommt, ist in jedem Falle kontraproduktiv. Es werden sofort die falschen Reflexe ausgelöst, und schlimmstenfalls kann man sich anschließend in einem Verfahren wegen Vortäuschung einer Straftat verantworten, selbst wenn dort stand “Dies ist KEINE Bombe!”. Nein, ein Hinweis muss grundsätzlich in positiver Form erfolgen, etwa in der Form: “Dies ist ein ungefährlicher Spielgegenstand des weltweiten Spiels Geocaching” (mein Standardtext). Dies ist als Grundinformation schon mal tauglich, um vielleicht das Schlimmste zu verhindern. Zusätzlich sollte aber auf jeden Fall noch eine Kontaktinformation vorhanden sein. Dies kann eine Mailadresse, in jedem Fall aber besser eine Telefonnummer sein, die auch möglichst immer erreichbar ist (Handynummer). Ein Sicherheitsbeamter, der mit diesen Informationen noch einen Großeinsatz auslöst, hat gute Chancen wegen Unverhältnismäßigkeit verdonnert zu werden. Das wird auch kaum einer tun. Dass das mit der Telefonnummer funktioniert, habe ich selbst bei meinen Caches “Cinemaxx” (GCYA0V) und “Deep Up” (GCZM9K) feststellen können.

    Viele Grüße
    Gerald

  4. 23. April 2008, 18:56 | #4

    Und es ist schon wieder passiert. :-(

    http://www.presseportal.de/pol....._wiesbaden

  5. Mystphi
    25. April 2008, 10:19 | #5

    Au weia! Und das klingt nicht gerade so, als hätten die das lustig gefunden :-( . Bleibt zu hoffen, dass der Cacherkollege mit einer Standpauke davonkommt.

    Gruß
    Gerald

  6. 2. Mai 2008, 13:45 | #6

    Auch ein interessanter Bericht:

    Der Geocache, die Polizei und ich

  7. 6. Juni 2008, 18:03 | #8

    Kleines Update aus Hamburg: Polizei findet Cache, sprengt ihn aber nicht

  1. 12. November 2008, 15:51 | #1