Erlebe jetzt den Thrill des Urban-Cachings™
Ein neuer Trend setzt sich durch. Statt Geocaching in der Natur verschlägt es einen jetzt immer häufiger in die graue Betonwüste. “Urban Geocaching”™ ist das Zauberwort. Schnelle Caches mitten in der City, mal eben so für zwischendurch. Aber als wenn das noch nicht genug wäre – ein bisschen Fun muss ja dabei sein: einfach so ohne was geht ja gar nicht! Urban Caching ist anders – eben eine Prise härter!
Nichts gegen schöne Stadt-Caches im Allgemeinen. Aber irgendwie ist doch feststellbar, dass die urbanen Caches doch immer extremer werden? “Früher” versuchte man, sich möglichst unauffällig der Dose zu nähern und zuzugreifen. Aber das ist ja langweilig, das kann man auch im Wald machen, da schaut eh keiner zu.
In der Stadt muss das anders an! Wo bleibt denn der Kick? Da ziehen wir doch lieber gleich die Warnweste an, nehmen die Stabru-Leiter und noch ein paar Knicklichter in die Hand und wagen uns an die extremen Caches in der City.
Da werden Bäume erklettert, dass in einem das Gefühl aufkommt, der Cousin von Reinhold Messner zu sein. Oder wir bewegen uns wie Invisible Woman an den Überwachungskameras vorbei, um dem Sicherheitsdienst auf der Jagd nach der Dose zu entkommen.
Privatgrundstücke – auch immer gerne genommen. Was heißt schon privat? Eigentum verpflichtet – steht sogar im Grundgesetz (§ 14 Absatz 2)! Und nur da ist noch die Platz für diese geniale Dose. Also muss der Inhaber eben mal ein wenig Rücksicht zeigen. Und wenn er sich erst daran gewöhnt hat …
Nur weil die Reviewer solche Caches durchwinken, heißt es jedoch nicht, dass diese Caches auch sinnvoll sind. Als Eigentümer (neudeutsch: Owner) eines Caches sollte man sich daher vorher genauer überlegen, ob und warum dieser Cache dort liegen soll und welche Auswirkungen er auf die Suchenden und die Umgebung haben kann. Erst nachdenken, dann legen!
Warum kommt es dann aber so oft vor, dass man zwangsläufig auffällig werden muss, beim Heben des Caches?
Da fällt mir nur ein Grund ein: vielleicht möchte der Owner, dass man erwischt wird und sich erklären muss? Soll das der Kick bei einem sonst langweiligen und unkreativem Cache sein?
Der Eindruck kommt meines Erachtens immer häufiger auf. Dreist ist nicht gleichbedeutend mit kreativ!
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Dem kann ich nur voll uns ganz zustimmen!!!
Leider eine unschöne, aber wohl nicht zu vermeidende Wendung im Geocaching.
Mir macht es Spaß, mich mit Warnweste und Klemmbrett bewafnet, an die Inspektion allerlei Stadtmobiliar zu machen.
Liebe Grüße, Stramon
Wenn das der Trend ist, dann bin ich froh, dass ich nicht jedem Trend folge. Ich mag keine Stadtcaches und bevor ich nur noch in der Stadt cachen kann, weil manche Geocacher keinen Sinn fuer die Natur haben und zu Faul sind sich von ihrer Couch zu bewegen, wuerde ich dieses Hobby eher aufgeben. Ein Glueck liegen immer noch genuegend Caches an schoenen Orten ausserhalb von Ortschaften die ich noch nicht gefunden habe.
Hallo Kbreker,
ich habe trotz meiner wenigen Found-Punkte auch schon keine Lust mehr auf die dose, die so exponiert in der Stadt rumliegen. Das ist sicherlich nur etwas für die ganz “frechen” Zeitgenossen.
Du sprichst mir aus der Seele, Kai. In letzter Zeit ist es mir zunehmend leichter gefallen, die Ignorelist für ganz extreme “Ich mach mich in der Stadt zum Affen”-Caches zu benutzen.
respekt kai, schoenes thema!
und wenn ich ndr zitieren darf: jeder so, wie er mag. meins sind bestimmte stadtcaches auch nicht. einige andere hingegen finde ich reizvoll.
[quote]Dreist ist nicht gleichbedeutend mit kreativ![/quote].
wie wahr.
frohes jagen, hans
@aba:
Es geht hier nicht darum, was ich oder jeder mag. Es geht vielmehr darum, dass einigen Ownern nicht klar ist, was Sie möglicherweise mit dumm-dreisten Caches verursachen. Ich habe ja nichts grundsätzliches gegen Stadtcaches.
Ich habe Geocaching in der Form kennengelernt, dass man unauffällig im Verborgenen eine Dose gesucht hat, die jemand mit großer Mühe gelegt hat, um mich auf etwas Schönes aufmerksam zu machen.
Heute werden aber vielfach Dosen gelegt, die es darauf anlegen, Ärger zu provozieren. Dumm-dreist eben. Sowas kann doch irgendwann nur Ärger geben, wenn man beim Heben beobachtet wird (was zwangsläufig gar nicht anders machbar ist). Und es wird ebenso Ärger geben, wenn sich der Cache auf Privatgrund befindet – aber nicht Ärger für den Owner, den der ist ja quasi unsichtbar. Der Suchende wird der Blöde sein! (Die Reviewer können das oft nicht prüfen!)
Dazu kommt die fehlende Selbstkritik mancher Owner, die sich trotz guter Ratschläge nicht davon überzeugen lassen, dass es vielleicht keine gute Idee ist, 2 Meter von dem Sitzplatz des Ministerpräsidenten unter den Augen des Sicherheitspersonals eine Dose zu legen.
Zudem kann ich mir nicht vorstellen – aber da mag mich NDR gerne korrigieren – dass Du diesen Ausspruch von ihm aus dem Zusammenhang gerissen an jeder Ecke zitieren solltest. Das ist ein Totschlag-Argument und bringt uns in einer solchen Diskussion nicht weiter.
Dumm-dreiste Caches schaden langfristig dem Geocaching – spätestens dann, wenn materielle Schäden entstehen! Und das ist nur eine Frage der Zeit. Aber muss es soweit kommen? Haben wir das nötig?
Muss wirklich JEDER Cache um JEDEN Preis gehoben werden?
lieber kai,
ich bin versucht, meinen ersten kommentar zurueckzuziehen.
das eine antwort auf ein lob fuer das thema an dich dermassen ausartet, habe ich weder erwartet, noch habe ich lust auf eine grundsatzdiskussion was die (scherzhaft gemeinte, aber offensichtlich nicht deutlich genug gekennzeichnete) verwendung des zitats von ndr betrifft.
schoenes wochenende.
@aba:
Wo ist denn hier etwas ausgeartet? Wo war in Deinem Kommentar eine Scherzhaftigkeit erkennbar?
Ebenso schönes Wochenende!
Wie Recht du hast, Kai. Aber wir haben über das Thema Bäume klettern in der Innenstadt ja schon auf der Dänemark-Tour gesprochen
Bevor mir jetzt hier irgendjemand eine absichtliche Beziehung zwischen den Stolperstein-Caches in Kiel und “Luis Trenker” als NSD*P-Mitglied unterstellen möchte: das ist an den Haaren herbeigezogen.
Ich habe daher Trenker durch Reinhold Messner ersetzt. Hier geht es nicht um Politik, sondern um die exemplarische Nennung eines willkürlichen Bergsteigers …
Urbanes Cachen ist so lala. Kann gut sein, muss aber nicht. Manche Plätze müssen nicht um jeden Preis bedost werden. Das scheinen einige für die Pflege der Hidden-Statistik zu vergessen…
Fest steht: die cyberberries sind lieber draußen in der Natur, an unbeobachteten Plätzen oder bei für Muggel nicht zu hebenden Dosen in der Stadt.
ich stimme dir da voll und ganz zu ! Und setz noch einen ontop (oder wie das jetzt auch immer heisst) : Masse statt Klasse ! Was haben wir uns da mittlerweile in die Städte und Landschaft gelegt ? In jedem Knick einen Cache ?? Für jede Hausecke gleich zwei ??
Ich denke, die owner sollten besser nachdenken und erst dann einen neuen Cache legen ! So ! Das musste mal gesagt werden .
Nach mir die Sinnflut…
Ist doch mir egal, wie doof sich die anderen dabei anstellen.
Wenn der Cache weg ist; mir doch egal.
Ist doch gerade erst der Kick dran.
Seit wann denke ich denn beim Cache-Legen?
Hä, wieso soll das nicht okay sein? Versteh ich nicht.
Ups…..
So, man wähle eine Antwort aus und hat bestimmt die richtige Antwort.
immer mehr ist leider zu beobachten, dass Grünanlagen – im weitesten Sinne – durch sorglos gelegte Caches und häufige Besuche beschädigt werden. Gleiches gilt auch für kommunales Eigentum wie z.B. Verkehrsschilder, die durch hohe Biegemomente an der Spitze, für die sie nicht ausgelegt sind, bereits den Halt im Fundament verlieren. Eine Entwicklung, die ziemlich bedenklich ist. Aber egal, die Reparatur zahlt ja (noch?) der Steuerzahler.
Gruß Frank